Kommando: „Schneekanone auf ihre Position“

Rechtzeitig vor Start der Wintersaison 2016/17 werden die Schneekanonen im Skigebiet Zauchensee platziert.

Um unseren Gästen ein einmaliges Skierlebnis mit besten Pistenverhältnissen bieten zu können, bedarf es der Unterstützung von Frau Holle.

Da wir nicht darauf vertrauen können, dass uns die alte Dame oder der Wettergott während der gesamten Skisaison mit ausreichend Schnee versorgen, sind wir auf die Unterstützung von Schneekanonen angewiesen. Bis zu 220 Stück dieser „Schneeerzeuger“ sind pro Saison im Einsatz.

Diese müssen vor Anfang der Saison „in Position“ gebracht werden, was bei dieser Menge einen nicht unbedeutenden Aufwand bedeutet.

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Raus aus dem Sommerlager – rein ins Gelände

Zu allererst gilt es, die Kanonen aus ihrem Sommerquartier unter der Talstation der Gamskogelbahn, zu holen und fit für den Winterbetrieb zu machen.

Jede Kanone wird einzeln inspiziert und auf eventuelle Schäden untersucht. Bei Mängel, werden die Kanonen zurückgestellt auf die Liste für Wartungsarbeiten gesetzt.

Sobald alle Kanonen für die Positionierung im Gelände bereitgestellt sind, geht die Reise zu ihrem Arbeitsplatz los.

Ein Teil der Schneekanonen wird mithilfe unserer Traktoren und Geländefahrzeuge auf ihre Position gebracht. Dies wird vorwiegend rund um die Talstation gemacht, wo der Weg nicht zu weit ist und man auch hinfahren kann. Spezielle Transportvorrichtungen an den Traktoren ermöglichen es, die Schneekanone direkt an ihren Standort zu bringen. Es kann allerdings immer nur eine Kanone pro Fahrzeug transportiert werden.

Jede Schneekanone an ihren Platz

Für jede Schneekanone ist ein bestimmter Stellplatz vorgesehen. Jeder dieser Stellplätze ist genau geplant. Um die Aggregate zu betreiben brauchen wir ja auch die nötigen Anschlußstellen für Strom und Wasser – das und kalte Luft sind schließlich die Zutaten, die man für die Erzeugung des technischen Schnee´s benötigt.


Flugtag

Etwa 75 Schneekanonen wird ein besonderer Transportweg zu teil. Dort wo die Wege für unsere Fahrzeuge zu steil oder die Transportwege zu aufwendig sind – wie zum Beispiel am Starthang der Weltcupstrecke – werden die Schneekanonen einzeln via Hubschrauber zum Standpunkt geflogen.

Dabei wird die Kanone an einem Seil unter dem Hubschrauber befestigt. An der Position im Tal und an der Zielposition befinden sich jeweils einige Mitarbeiter, die die Kanone ein- bzw. aushängen. Alle Beteiligten sind via Funk verbunden. In etwa 5-6 Stunden Flugzeit können so 75 Kanonen transportiert werden. Müsste man die Positionierung mit LKW und Kran durchführen würde dies Wochen dauern.

Neben der enormen Zeitersparnis sind vor allem die Schonung der sensiblen Elektronik der Schneekanonen und die Erreichbarkeit aller Positionen im hochalpinen Gelände ein Vorteil dieses Transportweges. Außerdem werden bei Anwesenheit des Helicopters meistens auch noch andere Arbeiten durchgeführt, wie zum Beispiel Betonier-Arbeiten im Gelände, wo man ohne Helicopter nicht hinkommen würde.

Der Winter kann kommen

Um schlussendlich Schnee produzieren zu können, wird jede Schneekanone noch an die Energie- und Wasserversorgung angeschlossen. Nach einer letzten Überprüfung und Justierung sind die Kanonen dann soweit startklar. Kommende Woche ist ein weiterer kurzer „Flugtag“ geplant, da uns diese Woche der Wettergott leider etwas dazwischengefunkt hat.

Danach warten wir auf die richtigen Minus-Temperaturen (je nach Luftfeuchtigkeit so ab ca. -3 bis -4°C), damit wir endlich sagen können: „Schnee marsch!“.

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