Ausbau der Beschneiungsanlage und Revisionsarbeiten

Der technische Leiter der Zauchensee Liftgesellschaft Reinhard Perwein ist zuständig für die derzeit laufenden Revisionsarbeiten in Zauchensee. Außerdem wird derzeit für die Zukunft ein massiver Ausbau der Beschneiungsanlagen in Radstadt/Altenmarkt umgesetzt.

Können Sie uns erklären, was der Ausbau der Beschneiungsanlagen in Radstadt/Altenmarkt mit sich bringt?

Derzeit wird auf der Kemahdhöhe ein Speicherteich mit insgesamt 110.000 m³ Fassungsvermögen errichtet. Im Zuge des Ausbaues der Beschneiungsanlage werden auch neue Pumpstationen und Leitungen installiert. Die Investitionssumme liegt dabei etwa bei sechs Millionen Euro.

Aus welchem Grund sind diese Maßnahmen nötig?

Speicherteich Kemahdhöhe – Skischaukel Radstadt/Altenmarkt

Um in Zukunft auf unserer Skischaukel Radstadt/Altenmarkt eine noch schnellere und trotzdem qualitativ hochwertige Grundbeschneiung zu erreichen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk darauf, die Kälteperioden optimal auszunützen und in so kurzer Zeit wie möglich eine optimale Beschneiung der Pisten zu erreichen.

Der Wasserspeicher am Berg und eine auf dem neuesten technischen Stand errichtete Beschneiungsanlage sind die Grundlage für die Sicherung des Skibetriebes und damit in weiterer Folge für die Sicherung tausender Arbeitsplätze in unserer Tourismusregion.

 

Zusätzlich zu dem Ausbau der Beschneiungsanlage finden in den Skigebieten Radstadt/Altenmarkt und Zauchensee/Flachauwinkl Revisionsarbeiten statt. Was wird dabei alles kontrolliert?

Kontroll- und Revisionsarbeiten an den Liftanlagen

Jedes Verschleißteil der Bahnen, Fahrzeuge und Beschneiungsaggregate wird überprüft. Sollten Teile abgenützt sein und nicht mehr den Standards entsprechen, werden diese ausgetauscht. Das ist ein unglaublicher Aufwand. Wir begutachten sämtliche Seilbahnstrecken und überprüfen alle Stützen und Rollenbatterien an den Liften auf Funktion und Abnützung. Die Stationen werden gereinigt und die Fahrbetriebsmittel, also Kabinen und Sesseln, werden gewartet und geputzt.

Wie groß sind der Aufwand und die ungefähren Kosten der Arbeiten für eine Liftanlage?

Als Beispiel, die zentrale Liftanlage des Skigebietes, die Gamskogelbahn 1, bedarf 25 Tage Revisionsarbeit mit je fünf Arbeitern, das sind über hundert Arbeitstage nur an einer Seilbahn. Die ausgetauschten Teile für eine Seilbahnanlage wie der Gamskogelbahn kosten jährlich etwa zwischen 20.000 und 25.000 Euro. Die Arbeitskräfte ungefähr 35.000 Euro. Eine kleinere Seilbahn beläuft sich dagegen insgesamt „nur“ auf 10.000 Euro.

Wie oft finden solche Arbeiten statt und was passiert nach dem Abschluss der Arbeiten?

Wir kontrollieren jedes Jahr alles durch. Danach wird ein Formular beim Bmfit (Bundesministerium) und beim Land eingereicht und so der einwandfreie Zustand der Anlage bestätigt. Alle fünf Jahre werden wir natürlich vom TÜV einer strengen Kontrolle unterzogen. Für die Sicherheit der Skifahrer ist also gesorgt.

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