Begegnung mit der Alpinen Tierwelt. Auf welche Tiere man bei der Wanderung trifft.

Wer mit „offenen Augen“ durch die Bergwelt von Zauchensee wandert, begegnet durchaus dem einen oder anderen tierischen Zeitgenossen. Die Landschaft bildet den Lebensraum für viele Arten der alpinen und subalpinen Tierwelt. Das steile Gelände, die kargen Felsen, die teils dürftige Vegetation und die extremen Temperaturschwankungen sind eine Herausforderung. Trotzdem haben sich viele Tierarten den schwierigen Bedingungen im Gebirge angepasst und sind dort zuhause. In der Bergwelt in und um Zauchensee geht die Tierwelt weit über Rot-, Reh- und Steinwild und dem wieder angesiedelten Bartgeier oder das allseits beliebte Murmeltier hinaus. Sie ist ein großartiger Lebensraum für viele Insekten und Schmetterlinge, bedrohte Fledermausarten, Fische, Vögel, Amphibien, Reptilien und Säugetiere.

Ein besonderer Bergbewohner ist seit jeher die Gams. Die eleganten und wendigen Kletterer sind für Wanderer sowohl einzeln als auch in Herden anzutreffen. Ein ausgewachsenes Tier wird schon mal bis zu 1,30 Meter groß und bis zu 50 kg schwer. Die Tiere sind relativ scheu, aber manchen Bergbesuchern gelingt es trotzdem die Tiere in der freien Wildbahn sowohl im Sommer als auch im Winter zu beobachten.

 

 

Das Murmeltier sieht man im Sommer in unserer Bergwelt ziemlich oft. Noch häufiger sind sie jedoch zu hören. Wenn Gefahr droht, pfeifen sie nämlich unüberhörbar, um ihre Artgenossen zu warnen. Murmeltiere leben in Familien von bis zu 15 Mitgliedern. Ihre Höhlen bauen sie auf offenem Feld. Die Bauten sind in einem ausgeklügelten System miteinander verbunden. Wenn die Murmeltiere an die Oberfläche kommen, steht immer eines Wache. Die gefährlichsten Feinde sind Raubvögel und Füchse. Die Murmeltiere sind sehr anpassungsfähig. In Gebieten, die von vielen Wanderern besucht werden, betrachten ältere Murmeltiere die Menschen nicht mehr als Bedrohung. Ihre Hauptbeschäftigung ist die Suche nach Futter. Im Sommer und Herbst müssen sie sich einen Fettvorrat für den Winterschlaf anfressen. Sie können ihr Gewicht in dieser Zeit verdoppeln auf ca. 8 kg. Während des Winterschlafs, der etwa sechs Monate dauert, sinkt ihre Körpertemperatur auf fünf Grad. Die Murmeltiere wachen erst wieder auf, wenn der Schnee taut.

Es gibt außerdem viele weitere Tierarten die in der Bergwelt von Zauchensee anzutreffen sind, auf die wir noch nicht näher eingehen, z.B. weitere Säugetiere wie etwa Dachs, Fuchs, Eichhörnchen, Igel, Feldhase, Haselmaus, Hermelin, Fischotter, Marder, Rothirsch, Rehwild, Biber, Steinwild und Siebenschläfer.

Viele Vögel gesellen sich zur alpinen Tierwelt wie z.B. Alpendohle, Alpenschneehuhn, Bartgeier, Fledermaus, Kauz, Kolkrabe, Krähe, Mehlschwalbe, Rauchschwalbe, Steinadler, Schneefink, Zimteule, Wasseramsel, Stockente, Steinhuhn und Gänsegeier.

Amphibien wie der Alpensalamander, Bergmolch und Feuersalamander sieht man von Zeit zu Zeit den Wanderweg kreuzen.

Auch Reptilien wie die Kreuzotter, Ringelnatter, Berg- und Zauneidechse begegnen den Wanderern immer wieder.

Insekten, Spinnen und Schmetterlinge wie der Apollofalter, Brombeerzipfelfalter, Dukatenfalter, Eichblattradnetzspinne, Heuschrecke, Hochmoor-Gelbling, Komma-Dickkopffalter und Pantherspanner schmücken die Bergwiesen mit ihrer Anwesenheit.

 

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