Weltmeister Walchhofer mit Nachwuchs unterwegs auf der Weltcupstrecke

Während die Vorbereitungsarbeiten für den AUDI FIS SKI Weltcup der Damen am 14/15. Jänner 2017 im Hintergrund bereits auf Hochtouren laufen, war der Zauchenseer Weltmeister Michael Walchhofer heute mit den Teilnehmern seiner „Kondi-Woche“ auf der Weltcupstrecke in Zauchensee unterwegs.

Dieses mal aber nicht wie gewohnt im rasanten Tempo von oben nach unten, sondern im Sinne des Kondi-Trainings von unten nach oben! Aber auch für die begleitenden Erwachsenen und Presse-Vertreter war es eine tolle Erfahrung, die Schlüsselpassagen einer der anspruchsvollsten Damen-Abfahrtsstrecken im Weltcup-Zirkus von einem Weltmeister erklärt zu bekommen.

 

Starthang_WeltcupstreckeZauchensee

Blick aus dem Starthaus auf 2.176m Höhe über den mehr als 70% steilen Starthang der Weltcupstrecke.

Eine große Portion Überwindung

Was die „Streif“ in Kitzbühel für die Herren, ist die „Kälberlochstrecke“ für die Damen: „Eine Abfahrt, bei der man im Starthaus steht, hinunter schaut und sich richtig überwinden muss.“ Da spricht einer  aus eigener Erfahrung: „Hausherr“ Michael Walchhofer, Abfahrts-Weltmeister von 2003. Er hat größten Respekt vor dem Mut und der körperlichen Verfassung der Rennläuferinnen. „Vom Start weg in der Hocke zu fahren, ist zwar technisch keine große Kunst. Aber wenn man innerhalb von ein paar Sekunden von null auf 125 km/h beschleunigt, dann gehört dazu schon eine große Portion Überwindung“, erklärt der dreifache Gewinner des Abfahrts-Weltcups. Selbst die weltbeste Skirennläuferin Lindsey Vonn schwärmt in höchsten Tönen von der „sehr anspruchsvollen Kälberlochstrecke.“ Und die Skidamen nehmen aus Altenmarkt Zauchensee ganz spezielle Erinnerungen mit, zuletzt im Jänner 2016. „Ich habe viele Läuferinnen bei Training und Besichtigung beobachtet, wie sie am Start Selfies machen und versenden“, verrät Michael Walchhofer. Als Vizepräsident im Skiverband ist es ihm ein großes Anliegen, dass Österreich nicht nur heute, sondern auch morgen Erfolge im Skirennsport feiert.

 

Trainingswoche mit dem Abfahrts-Weltmeister

Im Sinne einer effizienten Nachwuchs-Förderung ist seine alljährliche „Konditions-Trainingswoche mit dem Abfahrts-Weltmeister“ und seinem Team von Magic Mountains bereits zur Tradition geworden. Heuer absolvieren rund 35 Jugendliche zwischen acht und 15 Jahren vom 27. August bis 3. September diese Trainingswoche unter professioneller Leitung. „Der Großteil der Kinder ist bereits in Vereinen aktiv, vorwiegend in Skiclubs, wir haben etwa 60 Prozent Buben und 40 Prozent Mädchen. Das Programm hat Reinhard Ronacher erstellt, er war einmal der Konditionstrainer unter anderem von Hermann Maier und Benjamin Raich“, erzählt Walchhofer. Programmpunkte sind Gleichgewichts-Schulung, Ausdauertraining, Gewandtheitstraining, Kraft- und Schnellkraftübungen – und ein Höhepunkt ist die Wanderung mit Weltmeister Walchhofer über die Kälberloch-Weltcupstrecke am 30. August am frühen Vormittag. Aber nicht rasant vom Start ins Ziel, sondern umgekehrt. Dauer circa eineinhalb Stunden!

 

Zielsprung_Weltcup2016

Abfahrt und Super-Kombination der Damen am 14. und 15 Jänner 2017

Im Vorjahr war Altenmarkt Zauchensee beim „Audi FIS Skiweltcup“ als Organisator eines Speed-Wochenendes kurzfristig eingesprungen, in der kommenden Saison ist das Pongauer Skizentrum fix im Weltcup-Kalender verankert: Am 14./15. Jänner 2017 mit Abfahrt und Super-Kombination der Damen! Das Ziel von OK-Chefin Veronika Scheffer und Michael Walchhofer: „Wir wollen unsere Kompetenz als Ausrichter von Weltcuprennen neuerlich unterstreichen und zeigen, dass wir jederzeit bereit sind, einzuspringen, wenn irgendwo Schneemangel herrscht. Unser Ziel ist es natürlich, ein Damen-Abfahrts-Klassiker zu werden.“ Die Vorbereitungen auf der Piste laufen bereits auf Hochtouren. Technische Verbesserungen werden durchgeführt, die Sicherheit für die Rennläuferinnen wird weiter verstärkt, in Kooperation mit dem ORF wird die Strecke neu verkabelt. Neue Attraktion: Vier Kran-Kameras werden noch mehr spektakuläre Bilder produzieren, die um die Welt gehen und auch für einen touristischen Mehrwert für die Region sorgen. Die Eintrittskarten werden übrigens über Ö-Ticket vertrieben. Als Geschäftsführerin der Bergbahnen Zauchensee freut sich Veronika Scheffer auch über eine sehr erfolgreich verlaufende Sommersaison, die Gamskogelbahn ist noch bis 25. September in Betrieb!

Für Michael Walchhofer wird die kommende Rennsaison aus familiären Gründen besonders spannend. „Ja, meine Nichte Martina Rettenwender, die in der Vorsaison verletzt war, ist auf einem guten Weg – auf dem Sprung in den Weltcup.“ Was wünscht sich Onkel Michael? „Dass Martina bei der Abfahrt in Altenmarkt Zauchensee ihre Weltcup-Premiere feiert.“

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