Wie handeln, wenn sich jemand verletzt?

Wandern soll Spaß machen und entspannen. Doch egal wie vorsichtig man ist, in Bergregionen kann es immer zu Unfällen kommen. Die richtige Reaktion macht manchmal den Unterschied zwischen Leben und Tod. Hier erklären wir, wie man am besten vorgehen soll, wenn es bei einer Wanderung zu einem Unfall kommt.

  1. Ruhig bleiben

Egal, wie schwierig es ist, das wichtigste ist es für alle Beteiligten ruhig zu bleiben und sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Auch dem Verunfallten sollte man gut zureden. Puls und Atmung müssen überprüft werden.

Hat der Betroffene Schmerzen? Können alle Gliedmaßen bewegt werden? Ist Hilfe nötig? Durch einen kurzen Check lässt sich abklären, ob Erste Hilfe nötig ist oder die Wanderung weitergehen kann. Wenn der Betroffene bewusstlos ist, manche Körperregionen nicht mehr spürt oder an Schmerzen leidet, muss er in die stabile Seitenlage gebracht werden.

  1. Notruf absetzen

Danach sollte schnellst möglich der Notruf abgesetzt werden. Wenn sie zu zweit sind, können der Notruf und die Erstversorgung auch gleichzeitig stattfinden. Die Notrufnummer der Bergrettung ist europaweit 112. Mit 140 erreicht man in Österreich direkt die alpine Bergrettung. Bei dem Anruf sollten die fünf W-Fragen beantwortet werden:

  • Wo ist der Unfall geschehen?
  • Was ist geschehen?
  • Wie viele Verletzte gibt es?
  • Welche Art von Verletzungen können Sie erkennen?
  • Wer meldet den Unfall? (Angabe einer Rückrufmöglichkeit!)
  1. Erstversorgung

Nun muss man sich schnellst möglich um den Verunfallten kümmern. Ist der Verletzte bewusstlos, sollte sofort mit einer Herz-Lungen-Massage begonnen werden. Ansonsten können leichte Verletzungen desinfiziert und verbunden werden, bei schwereren Verletzungen sollte man auf die Bergrettung warten! Auf unserer Erste-Hilfe-Checkliste gibt es eine Grundausstattung zur Erstversorgung als Download.

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