Wie Wintersporter in den Sommermonaten trainieren

Die Zauchenseeerin Martina Rettenwender machte sich als österreichische Meisterin im Super-G und mit ihren Top-10- Platzierungen im Europacup einen Namen. Das Nachwuchstalent der ÖSV-Damen erzählt, wie sie sich in den Sommermonaten auf den Europacup 2017/18 vorbereitet. 

Was schätzen sie als junge, erfolgreiche Athletin besonders am Skigebiet Zauchensee– im Sommer und im Winter?

Ich schätze es schon mal generell in Zauchensee aufgewachsen zu sein. Das Skigebiet überzeugt mich immer wieder mit seiner Vielfältigkeit. Es ist sehr groß und dennoch übersichtlich, sodass der Rennfahrer als auch der Anfänger seine individuelle Piste findet. Wenn der Winter ankommt und alle Häuser mit dichten Schnee bedeckt sind, ist Altenmarkt ein Augenschmaus. Im Sommer ist Zauchensee genauso einzigartig, wenn alles blüht und die Glocken der Kühe klingen, dann hat es genau so seine Einzigartigkeit. Unbegrenztes Wandern, Attraktionen am See, urige Hütten – auch wenn es ein kleines Dorf ist – so schnell wird einem nicht langweilig.

Welche Ziele haben Sie für die nächste Wintersaison?

Meine Ziele für den kommenden Winter sind im Europacup viele Punkte und Siege zu sammeln und mir einen Startplatz im Weltcup zu sichern.

Welche Einheiten und Übungen stehen für Sie im Sommer auf dem Trainingsplan?

Martina Rettenwender beim Krafttraining. (Foto: ÖSV)

Gewicht stemmen in der Kraftkammer, sowie viele Stunden an Ausdauertraining. Damit das Training nicht langweilig wird, sollte man viel variieren, wie zum Beispiel bei der Ausdauer nicht nur am Rad die Kilometer rauf- und runterfahren – wandern, laufen, schwimmen, Berglauf all das gehört dazu. Für den Skifahrer ist es auch sehr wichtig mit Instabilen Sachen zu spielen, wie einer Slackline, einem Wackelbrett/Kissen oder Übungen blind auszuführen. Das Training ist so vielseitig, da gehen einem die Übungen nie aus.

Gibt es bestimmte Orte an denen Sie im Sommer gerne trainieren?

Ich trainiere am liebsten zu Hause, dort bin ich meistens in den Bergen unterwegs. Wandern, Berglaufen, Mountenbiken oder bergab durch den Wald laufen all das ist sehr Intensiv und oft nicht lustig, wenn man am Limit ist. Aber wenn man das Ziel, die Bergspitze, erreicht hat, überwiegt die Freude, das gibt einem Kraft.

Warum ist das Training in den Sommermonaten so wichtig?

Das Training ist deshalb so wichtig, damit man genug Kraft hat, um den Winter durchzustehen und die Kraft nicht so schnell verloren geht. Wenn man gut trainiert ist und viel Kraft hat, schützt es einen auch bei Stürzen vor Verletzungen, denn der Muskel stützt und schützt die Bänder, Gelenke und Knochen.

Wie erholen Sie sich zwischen den Trainingseinheiten?

Wenn ich am Gipfel des Gamskogels stehe, die Ruhe genießen kann und das weite Panorama um mich habe, das ist für mich Energie tanken.

Panorama am Gamskogel Zauchensee

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