Wir wollen ein Damen-Klassiker werden

Weltcup-Chefin Veronika Scheffer und Weltmeister Michael Walchhofer regen die Verantwortlichen zum Nachdenken an.

 Ein Novum in der Geschichte des Ski-Weltcups: Die Trainer aller teilnehmenden Nationen sind am Sonntag nach der Damenabfahrt auf der „Kälberlochstrecke“ im Zielraum gestanden und haben der Jury applaudiert. Von dieser spontanen Aktion war selbst der abgebrühte FIS-Renndirektor Atle Skaardal gerührt. Und der ehemalige Weltklasseabfahrer ist einer Meinung mit den Rennläuferinnen, ORF-Expertin Alexandra Meissnitzer und dem OK-Team: „Der Weltcup in Altenmarkt/Zauchensee soll zum Damen-Klassiker werden.“

„Die weltbesten Rennläuferinnen finden bei uns eine Strecke vor, die nicht alltäglich ist. Und wenn man erlebt hat, wie viel Spaß etwa Lindsey Vonn hier gehabt hat, dann sollten die Verantwortlichen doch darüber nachdenken, Altenmarkt/Zauchensee permanent im Weltcupkalender zu verankern“, erklärt Weltcup-Chefin Veronika Scheffer. Permanent bedeutet, dass die Damenrennen im Rahmen des „Audi FIS Welt Cup“ zumindest alle zwei Jahre ausgetragen werden. „Mit einem Dreijahres-Rhythmus, wie es derzeit praktiziert wird, kann man nie ein Klassiker werden“, meint Weltmeister und OK-Vizepräsident Michael Walchhofer. Seine Idee: „Rennen im Zweijahres-Rhythmus mit einem anderen Ort, abwechselnd Weltcup- und Europacuprennen. In diesem Fall ist auch das OK-Team stets Up to date.“ Um Rennen in dieser hohen Qualität wie am Sonntag bieten zu können, sei Kontinuität notwendig, sagt Walchhofer. Und er erinnert daran, „dass Zauchensee immer als Veranstalter zur Verfügung gestanden ist, auch für Europacuprennen. Wir haben uns nicht nur die Rosinen heraus gepickt.“ Eine klare Ansage des Weltmeisters von 2003, Altenmarkt/Zauchensee als „Damen-Klassiker“ im Weltcupkalender zu etablieren!

Segen und Fluch. Der massive Schneefall in der Vorwoche war für die Urlauber und Tiefschnee-Freaks die wahre Freud`. „Was gibt es Schöneres für Touristiker als jeden Tag Powder“, sagt Veronika Scheffer. Für die Pistenarbeiter sind die Schneemassen eher zum Leid geworden.

Dank. Daher ist es Scheffer ein besonderes Anliegen, sich bei allen, die zum Gelingen der Abfahrt am Sonntag ihren wertvollen Beitrag geleistet haben, zu bedanken: Bei FIS-Renndirektor Atle Skaardal, bei ihrem Stammteam, Streckenchef Heinz Stohl und seinen Stellvertretern und Abschnittsleitern, bei den Soldaten der Krobatinkaserne St. Johann für die großartige Unterstützung, bei allen Vereinen und Organisationen, die spontan ihre Hilfe angeboten haben, bei den Skilehrern und nicht zuletzt bei OK-Präsident Alex Reiner.
„Je schwieriger die Herausforderung geworden ist, umso mehr sind alle mit der Aufgabe gewachsen“, erklärt Scheffer, die sich auch über den touristischen Wert der Weltcupveranstaltung freut: Immerhin 5000 Nächtigungen in einer saisonschwachen Zeit! Auch der Werbewert für die Skiregion Altenmarkt/Zauchensee ist durch die TV-Bilder und Berichte in den Printmedien von eminenter Bedeutung mit entsprechender Nachhaltigkeit.

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